Sie sind keine Zahlen: Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und Femizide
Sie sind keine Zahlen: Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und Femizide
Sie hatten Namen. Stimmen. Träume. Ein Leben. Eine Zukunft.
Der gewaltsame Tod von Lorena Isceri in Italien berührt mich ganz persönlich: Dieser Fall liegt in meinem unmittelbaren Bekanntenkreis. Lorena wurde Anfang September 2026 bei Florenz getötet. Hinter dieser Nachricht steht ein Mensch, dessen Leben weitergehen sollte. Mein Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden. Ihr Tod macht für mich schmerzhaft deutlich, wie nah Gewalt an Frauen uns allen sein kann. Bericht über Lorena Isceri
Jede getötete Frau ist eine zu viel. Jede bedrohte Frau verdient Schutz. Und jede von Gewalt betroffene Frau muss wissen: Du bist nicht allein. Die Verantwortung für die Gewalt liegt niemals bei dir.

Mit unserer Bildserie setzen wir bei MIA Aesthetics ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Femizide. Die erhobenen Hände stehen für ein unmissverständliches Stopp. Die roten Striche machen sichtbar, worüber noch immer zu häufig geschwiegen wird.
Wir wollen sensibilisieren, Solidarität zeigen und dazu ermutigen, hinzusehen und zu helfen.
Gewalt darf nicht verharmlost werden
Femizide sind Tötungen von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Sie sind die tödlichste Form geschlechtsspezifischer Gewalt.
Begriffe wie „Beziehungsdrama“ oder „Eifersuchtstat“ können verschleiern, worum es geht: Gewalt, Macht und Kontrolle. Eifersucht entschuldigt keine Bedrohung. Eine Trennung rechtfertigt keine Gewalt. Niemand hat ein Recht darauf, über das Leben eines anderen Menschen zu bestimmen.
Gewalt an Frauen geht uns alle an. Sie darf nicht als private Angelegenheit abgetan werden.
Hinhören. Hinschauen. Helfen.
Gewalt beginnt nicht immer mit sichtbaren Verletzungen. Sie kann sich auch in Erniedrigungen, Einschüchterung, Überwachung, finanzieller Kontrolle oder der zunehmenden Isolation von Familie und Freunden zeigen.
Wenn eine Frau von Angst spricht, verdient sie es, ernst genommen zu werden. Sie muss nicht erst Verletzungen vorzeigen, um Unterstützung zu erhalten.
Wer helfen möchte, kann zuhören, ohne zu urteilen. Nachfragen, ohne Druck auszuüben. Konkrete Unterstützung anbieten – etwa bei der Kontaktaufnahme mit einer Beratungsstelle oder als Begleitung zu einem Termin.
Die Frage sollte nicht lauten: „Warum gehst du nicht einfach?“ Sondern: „Was brauchst du, und wie kann ich dich unterstützen?“
Hilfe bedeutet auch, Entscheidungen und Grenzen der betroffenen Frau zu respektieren. Eine eigenmächtige Konfrontation mit dem Täter kann die Gefahr verschärfen. Bei akuter Gefahr muss die Polizei eingeschaltet werden.
Schutz muss greifen, bevor es zu spät ist
Unser Appell richtet sich auch an die Politik: Frauen brauchen wirksamen Schutz, der frühzeitig, schnell und konsequent greift.
Wir fordern verbindliche gesetzliche Regelungen und ihre wirksame Umsetzung, damit Bedrohungen ernst genommen, Risiken früh erkannt und Schutzmaßnahmen ohne vermeidbare Verzögerung durchgesetzt werden.
Dazu gehören ausreichend finanzierte Frauenhäuser und Beratungsstellen, geschulte Ansprechpersonen sowie eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz und Hilfesystem.
Eine Frau darf nicht erst schwer verletzt werden, bevor ihre Angst Konsequenzen hat. Schutz muss erreichbar sein, wenn sie ihn braucht.
Solidarität vor Ort: Frauenhaus Wetzlar e. V. unterstützen
Wir stehen solidarisch an der Seite aller betroffenen Frauen und unterstützen das Frauenhaus Wetzlar e. V. bei seiner unverzichtbaren Arbeit für Frauen und Kinder.
Frauenhäuser bieten Schutz und begleiten Menschen, die Gewalt erlebt haben, auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Diese Arbeit braucht gesellschaftlichen Rückhalt und finanzielle Unterstützung.
Deshalb bitten wir euch: Unterstützt das Frauenhaus Wetzlar e. V. mit einer Spende. Informiert euch direkt beim Verein über die aktuellen Spendenmöglichkeiten und darüber, welche Unterstützung benötigt wird.
Jede Spende hilft, diese wichtige Arbeit zu stärken. Auch das Teilen des Spendenaufrufs kann weitere Menschen erreichen und zum Helfen bewegen.
Unser Schweigen darf nicht lauter sein als ihr Hilferuf
Teilt diesen Beitrag. Sprecht über Gewalt an Frauen. Sensibilisiert euer Umfeld. Hört zu, wenn jemand Hilfe braucht.
Solidarität zeigt sich darin, Menschen ernst zu nehmen und an ihrer Seite zu bleiben. Sie zeigt sich darin, Hilfe anzubieten und Schutz einzufordern.
GEGEN GEWALT.GEGEN FEMIZIDE.FÜR FRAUEN. FÜR SCHUTZ. FÜR EIN LEBEN OHNE ANGST.
Hilfe finden. Unterstützung ermöglichen.
Wenn du Gewalt erlebst oder jemanden unterstützen möchtest, wende dich an eine Hilfsorganisation. Du musst diesen Weg nicht allein gehen.
Frauenhaus Wetzlar e. V.Schutz, Beratung und Unterstützung für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Wir stehen solidarisch an ihrer Seite und unterstützen den Verein bei seiner unverzichtbaren Arbeit. Bitte helft mit einer Spende mit. Informationen zu Hilfe und Spendenmöglichkeiten findet ihr auf der Homepage des Frauenhauses Wetzlar e. V..
WEISSER RING e. V.Hilfe und Unterstützung für Menschen, die Opfer von Kriminalität und Gewalt geworden sind. Informationen und Kontaktmöglichkeiten findet ihr auf der Homepage des WEISSEN RINGS.
Bei unmittelbarer Gefahr in Deutschland: Polizei unter 110.
GEGEN GEWALT. GEGEN FEMIZIDE. FÜR EIN LEBEN OHNE ANGST.




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