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Peelings richtig auswählen und anwenden

6. Okt.
3 Min. Lesezeit

Ein Peeling kann den Teint frischer wirken lassen und eine ungleichmäßige Hautoberfläche glätten. Doch welche Methode passt zu deiner Haut? Und wann ist eine Pause die bessere Entscheidung?

Entscheidend sind dein aktueller Hautzustand, dein Pflegeziel und die Verträglichkeit. Auch die Produkte, die du bereits verwendest, spielen eine Rolle. Ein gutes Peelingkonzept berücksichtigt deshalb immer deine gesamte Hautpflegeroutine.


Was ein Peeling leisten kann

Peelings entfernen beziehungsweise lösen oberflächliche Hornzellen. Je nach Verfahren können sie raue Haut, oberflächliche Verfärbungen und feine Linien mildern. Intensität und mögliche Erholungszeit unterscheiden sich deutlich zwischen oberflächlichen, mitteltiefen und tiefen Verfahren. Tiefe Falten oder ausgeprägte Narben lassen sich nicht einfach wegpeelen. dermnetnz.org

Für eine gepflegte Haut ist ein Peeling kein Pflichtschritt. Wenn deine Haut mit einer einfachen Routine gut zurechtkommt, musst du diese nicht um zusätzliche Exfoliation erweitern.


Welches Peeling wann sinnvoll sein kann

Bei MIA Aesthetics wählen wir im Rahmen des MIA CUSTOM PEEL ein Enzym- oder Säurepeeling passend zum Hautzustand aus. Diese Übersicht bietet dir eine erste Orientierung:

Peeling

Wann es infrage kommen kann

Enzympeeling

Bei fahler, trockener oder empfindlicher Haut mit stabiler Barriere; ohne abrasive Körnchen.

PHA

Für eine vergleichsweise milde Exfoliation bei empfindlicher, feuchtigkeitsarmer Haut.

Mandelsäure

Bei Mischhaut, verstopften Poren und oberflächlichen Verfärbungen.

Milchsäure

Bei trockenem, glanzlosem Hautbild, sofern die Haut nicht bereits gereizt ist.

Glykolsäure

Bei rauer Struktur, feinen Linien und oberflächlichen Pigmentverschiebungen.

Salicylsäure

Besonders bei öliger Haut und Mitessern.

Die Auswahl erfolgt nach einer Hautbeurteilung. Auch ein mildes Peeling kann unverträglich sein. MIA Aesthetics


Wie sich Carbon Peeling unterscheidet

Das MIA CARBON GLOW PEEL gehört zu den apparativen Behandlungen: Eine Carbonlotion wird aufgetragen und mit einem geeigneten Lasersystem behandelt. Es kommt insbesondere bei öligem, grobporig wirkendem Hautbild infrage. Eine Kohlemaske zu Hause bildet dieses Verfahren nicht nach.

Mechanische Peelings arbeiten dagegen durch Reibung – beispielsweise mit Körnchen, Bürsten oder Schwämmen. Gerade trockene, empfindliche oder zu Akne neigende Haut kann darauf mit zusätzlicher Reizung reagieren. Kräftiges Schrubben ist daher keine gute Strategie gegen Unreinheiten.

Wann du besser auf ein Peeling verzichtest

Bei Sonnenbrand, offenen Stellen, aktiven Hautinfektionen oder deutlich gereizter Haut solltest du pausieren. Bei einem akuten Rosazea- oder Ekzemschub sowie stark entzündlicher Akne ist zunächst eine fachliche Beurteilung sinnvoll.


Informiere uns vor der Behandlung über Retinol, verschreibungspflichtige Retinoide, Isotretinoin, weitere Medikamente, Schwangerschaft und kürzlich erfolgte apparative Behandlungen. Ob ein Peeling möglich ist und welche Pause benötigt wird, entscheiden wir individuell. Medikamente bitte nicht eigenständig absetzen.


Praxispeeling und Heimpflege im Vergleich

Der Unterschied liegt nicht allein im Säureanteil. Auch pH-Wert, Formulierung und Einwirkzeit beeinflussen die Wirkung. Zwei Produkte mit derselben Prozentangabe können deshalb unterschiedlich intensiv sein.

Heimpflegeprodukte sind für die Anwendung nach Herstelleranleitung vorgesehen. Bei einer professionellen Behandlung gehören Hautbeurteilung, Auswahl des Verfahrens, kontrollierte Anwendung und Nachpflege zum Konzept. Je nach Produkt wird das Peeling neutralisiert oder entfernt.

Professionell bedeutet dabei nicht automatisch tief oder besonders aggressiv. Auch ein sanftes Verfahren kann passend sein. Hochkonzentrierte Peelings, die online erhältlich sind, eignen sich hingegen nicht automatisch für die eigenständige Anwendung: Eine falsche Anwendung kann Verätzungen und bleibende Hautschäden verursachen.


So ergänzt Heimpflege die Behandlung sinnvoll

Verwende ausschließlich Produkte für den Heimgebrauch und halte dich an deren Anleitung. Teste neue Säureprodukte zunächst auf einer kleinen Hautstelle. Erhöhe weder die Einwirkzeit noch die Anwendungshäufigkeit eigenständig. Bei anhaltendem Brennen oder deutlicher Reizung beendest du die Anwendung und lässt die Haut beurteilen.

Stimme zusätzliche Peelings und Retinol rund um einen Praxistermin mit uns ab. Pflege die Haut während der Erholungsphase wie besprochen und ziehe sich lösende Hautschüppchen nicht ab.


Lichtschutz gehört zur Peelingpflege. Insbesondere AHA können die UV-Empfindlichkeit während der Anwendung und noch etwa eine Woche danach erhöhen. Verwende täglich einen geeigneten Breitband-Lichtschutz und begrenze direkte Sonnenexposition. Rund um professionelle Peelings sind SPF 50+ und die vereinbarte Nachpflege besonders wichtig.

Du möchtest wissen, welche Methode zu deiner Haut passt? Wir besprechen dein Hautziel und deine aktuelle Routine. Manchmal ist der erste Schritt, die Hautbarriere zu pflegen und das Peeling auf später zu verschieben.


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